Manfreds großer Wunsch, am March of the Nations 2018 in Jerusalem teilzunehmen, ging in Erfüllung. Organisiert von der TOS Tübingen und Leipzig fand dieser einen Tag nach der Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem am 15. Mai statt.

Es war überwältigend, dass Christen aus allen fünf Kontinenten angereist waren, aus ca. 40 Nationen, um Israel anlässlich von 70 Jahren Unabhängigkeit ihre Solidarität und freundschaftliche Verbundenheit mit dem Land und den Menschen und gegen Antisemitismus zu demonstrieren. Die fast 6000 Teilnehmer wurden vom Bürgermeister Jerusalems, Nir Barkat, und Rabbi Yehuda Glik u.a. begrüßt. Die meisten Teilnehmer kamen aus dem deutschsprachigen Raum, Deutschland, Schweiz und Österreich. Manfred durfte gemeinsam mit israelischen Freunden und der Jerusalemfahne marschieren. Einer sagte: „Für diesen Tag hat es sich zu leben gelohnt!“ Alle Israelis, die wir trafen, waren sichtlich bewegt. Eine orthodoxe Frau blies das Shofar, ein orthodoxer Mann sagte, dass unsere Anwesenheit in Jerusalem ein Zeichen ist, dass der Messias bald kommt. Etwa 1500 Überlebende der Shoah wurden am Abend bei einem „Festival of Life“ im Sultanspool mit einem wunderbaren Programm von Tanz und Gesang mit Künstlern der TOS und bekannten israelischen Künstlern geehrt. Wichtig war auch ein Bekenntnis der Christen zu ihrer Schuld an der Shoah.

Daneben durfte Manfred gute Freunde in Jerusalem und Haifa treffen. Karla Pilpel (s. Film „Überleben“) sorgte für eine Herberge sowie Avishay und Chava in Haifa. Baruch und Karen Maayan sind dabei – trotzdem Karen noch eine Chemo bekommt – eine Gästewohnung für Besucher und ein Atelier für Baruch herzurichten. Sie teilen das, was sie haben, großzügig mit anderen und sie sind Ermutiger, Berufungen im Leben von Menschen freizusetzen. Asriel und Sara haben eine sehr große Familie und ein als orthodoxe Gläubige ein ganz offenes Herz für uns Jesusgläubige. Wir glauben an den Gott Abrahams, Isaaks und Israels und spüren, dass der gleiche Geist uns bewegt.