Das Buch Hiob mit dem Thema Leid gehört zu den schwierigen Seiten der Bibel und unseres Lebens. An keiner anderen Stelle in der Bibel ringt ein Gläubiger so heftig mit Gott. Prof. Zimmer gelang es, uns mit seinen Ausführungen in ein tieferes Verständnis des Buches Hiob in seiner literarischen Form und in eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema Leid zu führen. Als selbst Betroffener, der durch eine Augenkrankheit sein Augenlicht vor einigen Jahren verlor, stellte er neben wichtigen Erkenntnissen der Bibelwissenschaft zu dem Buch seinen eigenen Weg mit Gott durch diese schwere Zeit vor.

Dieses Seminar war ein guter Anstoß für alle Teilnehmer, selber tiefer im Wort Gottes zu graben, die Aussagen genauer unter die Lupe zu nehmen und sich nicht mit oberflächlichen Erklärungen zufrieden zu geben. Da befinden wir uns in guter jüdischer Tradition. Für das weiteres Forschen empfehlen wir: https://worthaus.org/vorlesungsreihe/hiob/

 

Diese Jüdische Woche und das Besuchsprogramm war aus verständlichen Gründen in diesem Jahr besonders. Ehemalige Leipziger konnten nicht anreisen, sondern nur virtuell am Computer an verschiedenen Veranstaltungen wie die Eröffnung, das Friedensgebet in der Nikolaikirche, Empfang beim Oberbürgermeister, beim Home Hospitality und beim Abschlusskonzert im Gewandhaus teilnehmen. Das Programm war ähnlich bunt und reichhaltig wie in anderen Jahren.

Wir waren bei der feierlichen Eröffnung auf dem Augustusplatz dabei, haben an einem Tanzseminar für israelische Volkstänze teilgenommen, das Friedensgebet mitgestaltet, eine ehemalige Leipziger Jüdin Rosa aus England virtuell in unserer Wohnung willkommen geheißen, unseren Film „Überleben – drei jüdische Generationen“ im KOMM Haus in Grünau gezeigt und das anschließende Gespräch moderiert und konnten virtuell das Abschlusskonzert genießen. Das können wir sehr empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=tEd0uDx0wLw

 

Mit zwei vollbesetzen Kleinbussen fuhr eine bunt gemischte Gruppe zwischen Schulalter und Rente nach Oswiecim.

Vom 19. bis 23. August waren Kerstin Kluge und Maria Hoffmann in Oswiecim und haben dort eine deutsche Gruppe in „Fountain of Tears“ führen können.

Am 20. Juli nahmen Maria und ich an einer Veranstaltung teil, bei der der Pavillon mit „Fountain of tears“  in Birkenau dem Herrn gewidmet wurde.

Am Samstag, den 20. Juni 2020, fand endlich das Public Release der Website www.ueberleben.tornachzion.de für unseren Film „ÜBERLEBEN – drei jüdische Generationen“ der Elimgemeinde Dresden in einem festlichen Rahmen statt. 

Während der diesjährigen Jüdischen Woche hatten Maria und ich viele neue Freundschaften mit Israelis geschlossen. Sie und natürlich unsere Familie Stern mussten wir wiedersehen.

Von Maria Hoffmann

Zur diesjährigen Reise nach Israel fanden sich mit mir 8 Frauen zusammen. Sie kommen aus verschiedenen christlichen Gemeinden aus Dresden und Leipzig. 

Am 13. Mai wurden von dem Künstler Gunter Demnig 32 Stolpersteine in Leipzig verlegt. Drei davon erinnern an die Großeltern von Avishay Golz und den Onkel von Ruth Laps, unseren langjährigen Freunden aus Israel.

Auch in diesem neuen jüdischen Jahr 5780 feierten wir das Laubhüttenfest – Sukkot – am 16.10.2019 auf dem Grundstück von Familie Rau.