Israelreise Ehepaar Hoffmann

Rückblick

Über den Jahreswechsel durften wir auf Einladung unserer Tochter Judith 6 Wochen nach Israel reisen. Wir genossen die Gemeinschaft mit Familie Stern und den Angehörigen von Ron. Judith konnten wir im Gebet den Rücken stärken. Mit unseren Enkeln feierten wir Chanukka und Heilig Abend. Jeshua hatte eine jüdische Ima Miriam und wuchs in einer jüdischen Familie auf. Im Bezalel Cafe in Jerusalem trafen wir Josef Aron, dem mit über 90 Jahren letzten Überlebenden der Shoah aus unserem Film. Er erfreut sich noch guter Gesundheit. Auch Shabbat feierten mit Rons Ima Leah und mit Abba Moni.

Mit Zug ging es dann nach Haifa zu unseren Freunden Avishay und Chava und Ileni. Mit ihnen erkundeten wir das für Chanukka und Weihnachten geschmückte Haifa, wo Juden, Christen und Moslems Tür an Tür friedlich beieinander wohnen. Mit Ileni spazierten wir durch die wunderschönen Bahai Gärten und die deutsche Kolonie, die um 1900 von deutschen Templern gegründet wurde. Auch besuchten wir mit ihnen Dan Chamitzer in En Chod, einem bekannten Künstler mit einer Rätselsendung im Radio. Sein Großvater Raphael war ein bekannter Arzt und Künstler in Leipzig.

Wie Avishay sind Menachem und Miriam Nachkommen von Holocaustüberlebenden. Sie waren wundervolle Gastgeber in ihrem Haus in Ein Yakov in Obergaliläa. Miriams Großelter lebten im gleichen Haus wie Avishays Großeltern in Leipzig. Menachems Vorfahren stammen aus Weißrussland.Viele von ihnen wurden von einer Einsatzgruppe der SS ermordet. Andere flohen in den Osten, um gegen die deutsche Wehrmacht zu kämpfen. Da war keine Bitterkeit von ihrer Seite zu spüren, doch ist der Holocaust für sie ein Hindernis, ihr Herz für Gott und Jeshua zu öffnen. Mit ihnen besuchten wir einen arabischen Christen im Nachbarort. Dessen Vater hatte herausgefunden, dass sein Haus auf dem Boden eines byzantinischen Klosters errichtet wurde. Wir spürten den guten Geist Gottes in dem alten Mann.

Dazwischen waren wir im Moshav von Familie Stern und besuchten messianische Freunde von Judith in der Nähe. So hat sie hat jetzt eine deutsche Freundin und einen Frauenbibelkreis. Bei einem kurzen Treffen mit dem Direktor des Schulzentrums in der Region Gezer, wo unsere Enkel unterrichtet werden, besprachen wir einen Schüleraustausch mit Grimma. Von dort besuchten wir an 2 Tagen unser Suppenküchen-Projekt in Sderot. Mit überwiegend orthodoxen Frauen bereiteten wir das Mittagessen aus dem Vorhandenen vor, was sehr schmackhaft und abwechslungsreich zubereitet wurde. Außerdem half ich bei der Vorbereitung einer umfangreichen Auslieferung von Lebensmitteln an Bedürftige. Die Kleiderkammer ist auch sehr gut gefüllt und wird gut frequentiert. Die Kleidung wird gegen einen kleinen Obulus abgegeben. Dafür durften wir dankbar Rons PkW nutzen.

Von Ein Yakov fuhren wir mit Mietwagen in den Golan zum Assaf Weinberg, um den Leiter von Mühle/Weingarten Stefan Lepp und die Winzerin Jase zu treffen. Sie sind auf der Suche nach einem Gelände, wo ein Weinberg mit einer kleinen Ansiedlung angelegt werden kann. Das erste Mal standen wir am Fuß des schneebedeckten Berg Hermon in ca. 1000m NN bei 0°C in einem Drusenort. Von dort ging es hinab in Huletal nach Kfar Blum zu Yvtach Dahadi. Wir genossen die Gemeinschaft mit ihnen. Yvtach hat die letzten 18 Monate zumeist damit verbracht, die Verteidigung des Kibbutz zu organisieren. Er ist der Enkel von Steffi ehemals Bamberger aus unserem Film. Die Pläne für „Steffis Kitchen“ in Leipzig sind erstmal aufs Eis gelegt.

Über einen Abstecher nach Tel Aviv und unserer Familie ging es dann in die Negevwüste ins Ben Gurion College. Dort feierten wir mit messianischen Geschwister bei Familie Glik Shabbat, einen Gottesdienst mit Baruch Maayan und internationalen Studenten. Wir trafen uns mit unseren Freunden Avner und Rachel Boskey aus Omer mit ihrem Sohn Daniel und besprachen einen weiteren Lehrdienst in Deutschland . Wir durften bei einem von Boskeys vorbereiteten musikalischen Abend bei Senioren in Omer mitwirken. Außerdem fuhren wir zu Rick und Dafna Wienecke und Fountain of Tears in Arat. Nach einem Zwischenstop beim Foodtruck von Familie Glik besuchten wir das Nova Festival Gelände. Das Gelände und das Denkmal mit zerschossenen und ausgebrannten Autos hat uns das schreckliche Schicksal der vielen jungen Menschen ins Herz gebrannt. Gleichzeitig waren wir von dem Heldenmut von Israelis überwältigt, die ihr Leben ohne zu zögern für die Rettung anderer hingaben. Mit Baruch Maayan und Tochter Shoshanna mit Ehemann Kyle und 2 Kindern, die vor kurzem aus Südafrika zu ihm gezogen sind, haben wir Anitani bei Ovdad besucht. Das bietet sich in der Negevwüste auch für einen Weinberg an. Stefan und Jase brachten wir zu ihrem Heimflug.

Weiter gings nach Kfar Saba, wo wir Doron Seifert mit Shula und Michael mit Naomi trafen. Sie sind Nachkommen ehemaliger Leipziger Juden. Maria hatte viel über ihre Familiengeschichte recherchiert. In Jerusalem konnte ich im City Tower an einer Lehr-und Gebetszeit von Tikkun global mit Pastor Ariel Blumenthal teilnehmen. Sie starteten eine 40-tägige Fürbitte für die Menschen im Iran, deren Schicksal mir eine Last im Gebet wurde.

Zwei Tage waren wir dann noch im Kibbutz Magen, wo uns Liraz und Sharon empfingen. Wir fühlten uns so, als ob wir zur Familie gehören. Sie zeigten uns ein neues Haus, das für psychotherapeutische Behandlung dienen wird. Sie sagten uns, dass alle Bewohner vom 7. Oktober 2023 traumatisiert sind. Es sollen zuerst die Kinder, dann die Erwachsenen und Senioren behandelt werden. Ein Besuch bei Baruch Cohen und seiner Frau Nina hat uns vor Augen geführt, welche Bedeutung er für den ganzen Kibbutz in der Vergangenheit und am 7. Oktober 2023 gespielt hat. Er ist einer der Helden, der in Vergangenheit Kinder aus gescheiterten Familien zu eigenständigen Persönlichkeiten geformt hat (Liraz ist ein Beweis). Sein Heldenmut und Führung am 7. Oktober 2023 waren wichtig für das Wunder der Bewahrung des Kibbutz. Er war so schwer verwundet, dass er zwei Mal reanimiert werden musste und ein Bein amputiert werden musste. Sein Platz als Sicherheitschef hat jetzt Juval übernommen. Er meinte, dass er zwar nicht an Gott glaube aber sich gern von Mönchen in Zypern die Bibel auch Neues Testament erklären lässt. Sharons englischer Ehemann Scott zeigte uns die weitläufigen Felder des Kibbutz, die so guten Ertrag bringen, dass die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle für den Kibbutz geworden ist. Er hat sich in Sharon und diesen Landstrich verliebt. Ivat zeigte uns dann noch den Zoo von Magen, den Schulkinder betreuen. Natürlich trafen wir auch einige der Teenager, die 2024 in Grimma waren – so Tamar, Eyal, Adam u.a., die voller Wertschätzung von der Zeit und von Deutschland sprachen. Eyal lernt jetzt deshalb deutsch!

Tief bewegt von der Liebe, der Gastfreundschaft und der Offenheit auch über Traumata zu sprechen, haben wir die Zeit mit Familie Stern am Strand Palmachin am Mittelmeer ausklingen lassen.

15.12.2025 - 25.01.2026
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