Jugend-Auschwitzreise mit FEG Klinga, Pastor Patrick Richter

Rückblick

Unser Team " Auschwitz " von Tor nach Zion wurde von der FeG Klinga angefragt, ob wir eine Jugendreise in die Lager von Auschwitz und das Kunstwerk " Fountain of Tears in Birkenau organisieren und leiten könnten. Als wir uns am 30.April auf den Weg nach Polen machten, bestand die Gruppe je zur Hälfte aus Teenagern und Erwachsenen.

Nach unserer Ankunft am Nachmittag des 30.04. Oświęcim besuchten wir als erstes die einzige Synagoge, die nach dem 2.Weltkrieg in der schönen polnischen Stadt noch übriggeblieben ist. Sie ist heute Museum und erzählt von dem reichen jüdischen Leben, was bis zum 2.Weltkrieg in Galizien vorhanden war. Viele aus der Gruppe waren das erste Mal in Polen. Sie waren sehr überrascht, dass Oświęcim vor dem Krieg zu ca 56 % das Zuhause von jüdischen Familien war. Wir begaben uns auf Spuernsuche dieses Lebens, was völlig verschwunden ist.

Am nächsten Tag führte uns Jacek, ein polnischer Guide, durch das Arbeitslager in Auschwitz und das Vernichtungslager in Birkenau. Besonders beeindruckend war der Besuch der Baracke 27 ( Jüdische Baracke ) im Arbeitslager. Der Staat Israel präsentiert dort sehr anschaulich das jüdische Leben in Galizien vor dem 2.Weltkrieg. Der Weg der Juden vom "normalen" Leben über Ausgrenzung und Verfolgung bis zur Vernichtung wird in dieser Baracke authentisch nachgezeichnet. Maria Hoffmann verlieh dann den Ausführungen von Jacek im Vernichtungslager Birkenau ein Gesicht. Elisheva Zimets Erinnerungen, die Maria an einzelnen Stationen der Gruppe erzählte, stehen stellvertretend für Tausende , die in Auschwitz gequält wurden. Viele fanden am Ende dort den Tod. Die Überlebenden waren und sind lebenslang gezeichnet. Egal, ob ihnen eine Nummer tätowiert wurde oder nicht. Während der Shabbatfeier am Abend dieses Tages im Hotel " Old Tree" konnten die Emotionen und Fragen dieses Tages aufgefangen und bei dem Gott Abrahams Isaac's und Yaacovs abgelegt werden.

Der Samstag in Krakau stand dann ganz im Zeichen der Jüdischen Lebens in Galizien, das heute verschwunden ist. Dorothea von Below führte die Gruppe und gab einen Einblick in die jüdische Geschichte der Stadt. Ein Abendessen mit Regen Austausch der Gedanken und Gefühle rundeten diesen Tag ab.

Am Sonntag nach dem Frühstück besuchten wir das Kunstwerk von Rick Wienecke " Fountain of Tears " in Birkenau. Es war für Viele der Gruppe eine einzigartige, horizonerweiternde Erfahrung, die 7 letzten Worte von Jesus am Kreuz in einem Dialog mit dem Erleben der Shoah dargestellt zu sehen. Der geistliche Abschluss der Reise fand dann auf Einladung von Marc und Cathy im Gebetshaus gegenüber der " Fountain of Tears " statt. Cathy und Marc erzählten, wie sie im Gehorsam gegenüber Gott nach Birkenau gekommen und das Gebetshaus errichtetet haben. Im Gebetsraum mit Blick auf den Eingang des ehemaligen Vernichtungslagers gab es zuerst eine Zeit des Stillseins in der Gegenwart Gottes. Danach erklang Lobpreis und Anbetung. Das Singen machte bewusst, dass aus der Asche der Shoah Leben erwachsen ist. Weil mit Jesus Christus die Sünde und der Tod nicht das letzte Wort haben.

Durch das Feedback der Teilnehmer dieser Reise wissen wir , dass der Gott Abrahams Isaac's und Yaacovs vielfältige Prozesse in jedem Einzelnen angestoßen hat.

Maria Hoffmann

30.04.2026 - 03.05.2026
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