Auschwitzreise mit Ehepaar Kluge

Rückblick

Mit etwas Sorge schaute ich in diesem Jahr auf unsere geplante Reise nach Polen. 18 Leute hatten sich angemeldet und meine Kraft war im Vorfeld gleich Null. Durch eine Viruserkrankung, die mit einer unheimlichen Kraftlosigkeit einher ging, konnte ich mir kaum vorstellen bis zum Start wieder halbwegs fit zu sein. Aber unser Gott ist treu!!! Tag für Tag ging es mir etwas besser, und so konnten wir am Himmelfahrtstag früh am Morgen wieder mit zwei Kleinbussen Richtung Polen starten. Wie immer war die Autobahn überfüllt und ganz ohne Stau ging es auch in diesem Jahr nicht ab. Trotzdem erreichten wir unser Hotel am frühen Nachmittag wohlbehalten. Nach einer kleinen Pause ging es zu einer ersten kleinen Erkundungstour nach Oswiecim, wo wir die letzte erhaltene Synagoge (von 20!) besuchten und im benachbarten Café im Sonnenschein noch ein schönes Käffchen trinken konnten. Am Abend hatten wir eine erste Kennlernrunde. Wie immer waren wir eine bunte Truppe unterschiedlichsten Alters. Jeder konnte über seine Motivation und auch seine Ängste bezüglich unserer Reise sprechen.

Am nächsten Morgen starteten wir mit Lobpreis und einer Andacht. Wir beschäftigten uns mit Psalm 22. Danach feierten wir das Abendmahl. Nach einem leckeren Hotelfrühstück trafen wir uns mit Jacek, unserem polnischen Guide, der uns durch diesen Tag führen würde. Er begann seine Tour in Oswiecim und erzählte uns von dem jüdischen Leben vor dem Krieg. Dann ging es weiter nach Birkenau, dem berüchtigten und riesigen Vernichtungslager. Fassungslos vor dieser Mordindustrie standen wir vor den Baracken, der Rampe, den Gaskammern und hörten die Geschichte von Shlomo, einem Juden aus Griechenland, der im Sonderkommando dafür zuständig war, die Türen hinter den Menschen in der Gaskammer zu schließen. Nie konnte er die grauenvollen Schreie und die Gebete der Menschen vergessen.

Nach kurzer Pause ging es weiter in das Stammlager Auschwitz. In verschiedenen Gebäuden sahen wir Bilder, Berichte und Gegenstände, die an das unglaubliche Grauen erinnerten. Leider gab es kaum eine Zeit des Innehaltens, weil unglaublich viele Gruppen aus den verschiedensten Ländern mit uns im Lager waren. Auf der einen Seite ist dieses große Interesse gut, auf der anderen Seite hat das alles auch etwas von einem unguten Massentourismus.

Körperlich und seelisch geschafft kamen wir am späten Nachmittag in unserem Hotel an. Jetzt brauchten wir erst mal eine Pause. Am Abend feierten wir ganz bewusst den Beginn des Shabbat, um uns zu erinnern, dass Gott sein Volk nicht vergessen hat. Wir sangen, beteten, aßen, tranken und machten uns eins mit den Juden die überall auf der Welt Shabbat feierten. Wir tauschten uns über die Erlebnisse und Eindrücke des Tages aus und gaben am Ende alles Erlebte in Gottes Hände zurück.

Am nächsten Tag ging es nach Krakau. Alte Synagoge, Jüdisches Viertel, ehemaliges Ghetto und Museum Galicia standen auf dem Programm. Wir waren also auf den Spuren vom jüdischen Leben vor dem Krieg unterwegs. Trotz des miesen Wetters und der unverhofft geschlossenen Synagoge war es eine wunderbarere Zeit mit viel Freude und guter Gemeinschaft. Am Ende ließen wir den Tag in einem Restaurant auf dem jüdischen Markt ausklingen.

Am Sonntag führte uns unser Weg noch zu Fountain of Tears, eines einzigartigen Werkes des Künstlers Rick Winecke. Seine Frau Dafna und er hießen uns herzlich willkommen. Beeindruckend stellt er die Identifikation von Jesus mit seinem Volk dar, indem er einen fiktiven Dialog von Jesus am Kreuz mit einem Überlebenden des Holocaust darstellt. Am Ende stellten wir Rick viele Fragen, die er gern und ausführlich beantwortete. Nach einer kurzen Anbetungszeit verabschiedeten wir uns, um noch die ehemalige Judenrampe zu besuchen. Dort kamen die Transporte der Juden in den Viehwaggons an, bevor die Schienen später bis in das Lager gebaut wurden. Nach einer letzten Austausch- und Gebetsrunde machten wir uns erfüllt und dankbar auf den weiten Heimweg, der natürlich auch nicht ohne Stau auskam.

Von Herzen danke ich unserem Herrn, der uns wieder so eine gesegnete, gefüllte und behütete Reise geschenkt hat!

Kerstin Kluge

„To be a Jew is to remember“ Elie Wiesel
Herzlich laden wir vom Verein „Tor nach Zion“ zu einer Reise der Erinnerung und Auseinandersetzung mit einem der dunkelsten Kapitel unserer deutschen

Geschichte ein. Wir wollen uns in Oswiecim (Auschwitz) und Krakau auf Spurensuche des vielfältigen jüdischen Lebens vor dem Krieg begeben, uns mit

dem unfassbaren Leiden der Menschen in den Lagern Auschwitz und Birkenau auseinandersetzen, in der berührenden Ausstellung „Fountain of Tears“ (Quelle

der Tränen) die Liebe von Jesus zu seinem jüdischen Volk entdecken und uns der Frage stellen: Was hat das alles mit uns zu tun??? Natürlich wollen wir und

uns auch Zeit für Gebet und Lobpreis nehmen und jeden Morgen miteinander dasAbendmahl feiern.

Die Reise findet vom 14. - 17. Mai '26 statt. Wir werden mit zwei Kleinbussen fahren. Untergebracht sind wir in Zwei - und Dreibettzimmern im Hotel „Old

Tree Village“. Die Kosten belaufen sich auf 250 Euro pro Person. Wenn Du dabei sein möchtest oder noch Fragen zu der Reise hast, dann melde Dich bitte

zeitnah unter der Mailadresse: kerstin@kluge-leipzig.de an.

In Erwartung auf diese gemeinsame Reise grüßt Euch herzlich,

Kerstin Kluge (Tor nach Zion e.V.)

14.05.2026 - 17.05.2026
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