In der Pessachwoche haben wir das erste Mal für eine andere Gemeinde eine Sederfeier ausgerichtet. Unser Format „Um Zions willen will ich nicht schweigen“ soll Christen ermutigen, persönlich eine Beziehung zu Israel, zu Juden und zu den hebräischen Wurzeln unseres Glaubens aufzubauen. Das Sedermahl wird eigentlich in einem familiären Rahmen gefeiert.

Mitte März war ein Gruppe von Handwerkern aus dem oberen Erzgebirge der Sächsischen Israelfreunde und ich zu einem weiteren Einsatz in Oswiecim-Brzezinka. Ein Herzstück für das Kunstwerk sind sechs Säulen als Gedenken für die sechs Millionen ermordeten Juden im Holocaust.

Gemeinsam mit Rick und Dafna Wienecke durften wir an der 20. und letzten Sächsischen Israelkonferenz in Glauchau mitwirken. Unter dem Titel "Warum toben die Heiden und die Völker reden so vergeblich?" (Ps.2;1) Es geht um das Anrennen gegen Gottes Autorität und Herrschaft - auch in der Kirche - z.B. in Form einer Bibelkritik, die sich ihren Gott selber aus dem Mainstream bastelt. Die Heiden toben ganz offen gegen die Existenz des jüdischen Staates und meinen eigentlich den Gott Israels.

Am 26. Januar 2017 im Zusammenhang mit dem Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus feierten wir die Filmpremiere unseres Films "ÜberLeben – Drei jüdische Generationen". Über Jahre hatte vor allem Maria Hoffmann ehemalige Leipziger und andere Holocaustüberlebende und ihre Nachkommen in Israel begleitet.

Im Mai und Juni durften wir ehemalige Leipziger mit ihren Kindern und Enkeln in unserer Stadt empfangen. Ein Vorrecht war es, mit Josef Aron seinen 81. Geburtstag hier zu feiern. Er genoss die Geborgenheit von Familie im Hause von Kluges. Seine schweren, alptraumhaften Erinnerungen an Bergen-Belsen teilte er mit Schülern des Reclamgymnasiums. Josef hat ihr Herz erreicht. Davon zeugen Briefe, die sie schrieben und eine Sammlung für ihn.

Was haben wir für einen wunderbaren Gott Israels?! Wie reich sind wir durch Sein Volk Israel beschenkt?! (s. Römer 9:4-5) Die zwei Wochen mit Maria in Israel waren einzigartig schön. Wir hatten so viele herrliche Begegnungen mit langjährigen Freunden. Die Gastfreundschaft war einfach überwältigend!

Vom 17. Bis 24. April war eine Gruppe erfahrener Handwerker aus dem Erzgebirge mit mir in Auschwitz-Birkenau. Durch ihre Erfahrungen bei Renovierungsarbeiten bei Holocaustüberlebenden in Jerusalem und Sderot auf alle Eventualitäten eingestellt, ließen gute Lösungen nicht lange auf sich warten.

Wieder in Israel! Für Zippora (3 Jahre) war es das dritte Mal, diesmal nahm sie viel mehr wahr. Als sie die Flugzeuge sah, war sie ganz aus dem Häuschen. Diese Reise unterschied sich in vielen Punkten von den vorherigen, jetzt schleppten wir zwei Kinder durch das Land, weswegen wir auch ein Auto für die Zeit mieteten. Zippora und Yonita (10 Monate) haben super mitgemacht und waren eine große Freude für die Menschen, die wir besuchten.

Im Dezember fuhr eine Delegation unter Leitung von OBM Burkard Jung nach Israel, um an den Feierlichkeiten zu 50 Jahre diplomatische Beziehungen teilzunehmen. Der Thomanerchor führte unter Leitung von Gotthold Schwarz in Jerusalem und in Herzliya das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach auf.

Ende August Anfang September machten Maria Hoffmann und Astrid Hornoff sich auf, um Nachforschungen über ehemalige Leipziger im Leo-Baeck-Institut im Auftrag unseres Vereins, der Stadt und der Israelitischen Religionsgemeinde zu unternehmen.

Mit einer gewissen Dringlichkeit stand unser Filmprojekt mit Überlebenden der Shoah im Mittelpunkt der Reise von Maria Hoffmann. Die Zeit läuft davon, die Gesundheit wird instabiler.

In diesem neuen jüdischen Jahr 5777 feierten wir wieder das Laubhüttenfest. Am 16.10. gestalteten wir einen Gottesdienst unter dem Thema "Das Gesetz des Mose und das Leben mit Jesus".