In diesem Jahr war unser Verein so sehr wie nie zuvor an der Jüdischen Woche beteiligt.

Das reichte von der Ausstellung 1948 im Pavillon der Hoffnung, dem Friedensgebet in der Nikolaikirche, der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an Helena und Isser Gutter im Ariowitschhaus, dem Kiddush im Schloss und Konzert in der Kirche zu Döben des Upper Galilee Chores, Ein Leben zwischen Israel und Leipzig mit Judith Stern und Familie im Komm-Haus, der Ausstellung „Von Generation zu Generation“ des israelischen Künstlers Dan Chamitzer im Stadtgeschichtlichen Museum und „Als Avishay nach Leipzig kam“ im Komm-Haus. Ohne den großen Einsatz und Liebe von Maria Hoffmann und vielen anderen Mitgliedern unseres Vereins wäre das nicht möglich gewesen!

1948 Die Ausstellung brachte für ca. 200 Besucher, darunter eine ganze Reihe von Schülern, ganz neue Einsichten über die Umstände der Entstehung des modernen Staates Israel. Die Eröffnungsfeier mit Wilfried Gotter, Musikern des Kulturwerkes 14, dem Le Chaim Chor und Pastor Daniel Yahav war sehr gelungen. Das Friedensgebet in der Nikolaikirche mit hebräischen Liedern des Upper Galilee Chores und den Worten von Friedrich Margirius war sehr lebendig. Die Präsentation des Lebens der Großeltern durch Avishay Golz, die würdig vom Upper Galilee Chor, den persönlichen Worten unseres OBM Jung und von Maria Hoffmann umrahmt wurde, hinterließ bei allen einen nachhaltigen Eindruck. Der Kiddush im Schloss Döben und das Konzert in der Kirche zu Döben mit der engagierten Einführung von Dorothea von Below zu den hebräischen Liedern war ein Geschenk für alle Beteiligten. Sehr persönlich wurde es im Komm-Haus mit dem Teilen der Erfahrungen unserer Tochter Judith Stern und ihrer Familie zwischen Israel und Leipzig und von unserem langjährigen Freund Prof. Avishay Golz mit Leipzig.

Besonders die Familie von Avishay Golz aus Israel, England und den USA hat immer wieder betont wie sehr sie berührt worden sind und echt versöhnt aus Leipzig abgefahren sind. So ein Maß an Wertschätzung und reichem jüdischen Programm hätten sie nie erwartet. Ehemalige Leipziger Juden und ihre Nachfahren haben sich absolut willkommen und geehrt gefühlt. Die intensiven Begegnungen waren Balsam und Heilung für ihre Seelen. Sie sind nicht so abgeflogen wie sie gekommen sind. Das wurde immer wieder zum Ausdruck gebracht. Besonders dankbar sind wir auch, dass die Ausstellung des israelischen Künstlers Dan Chamitzer „Von Generation zu Generation“ zustande gekommen ist. In den Werken wird die Verbundenheit der Familie mit der Stadt Leipzig deutlich. Ein krönender Abschluss bildete das Konzert von Ernst Bloch mit der Vertonung eines Synagogengottesdienstes durch das Jugendsinfonieorchesters, den Synagogalchor, den MDR-Kinderchor, einen jüdischen Kantor und den Rabbi Zsolt Balla in der Osthalle des Hauptbahnhofes.